Mit Nachdenken zur Nachhaltigkeit!

Nachhaltig Wirtschaften, enkelgerechte Landwirtschaft, zukunftsverträglich wirtschaften, umweltverträgliche Formen der Zivilisation

Was wollen wir? Eigentlich ist es ganz einfach – jeder Mensch darf hier auf der Erde keine Spuren für die nachfolgenden Generation hinterlassen, die sich nicht wieder zu 100%  in den Kreislauf der Natur zurückführen läßt.

Hier in dem Ort Sickenberg, der im Zuge der „rode“ Dörfer vor ca. 750 Jahren gegründet worden ist, sind aus dieser langen Zeit der Besiedlung keine Hinterlassenschaften zu finden. Außer vergrabene Ziegel oder alte Fundamente …

Wie sieht das heute aus – was hinterlässt der Hof Sickenberg den künftigen Generationen?

Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, wie wir auf unserem Planeten Erde leben können ohne unsere Grundlagen: die biologische Vielfalt, die Bodenfruchtbarkeit, unser Wasser zu verlieren und das bei einem menschengerechtem Klima.

Fazit:  mit Nachdenken zur Nachhaltigkeit

Regenerative Wärme- und Stromerzeugung

Heizung

Der Hof Sickenberg wird mit einer Holzvergaserheizung beheizt.

Die Holzvergaserheizung  wird mit Stückholz (50cm lang) gefüllt. Etwa 1/8fm heizt unsere Pufferspeicher, Fassungsvermögen 2800l auf ca. 70°C auf. Von diesen Pufferspeichern wird das Wandheizungssystem im Haus „gefüttert“. Die Wandheizung liegt, vergleichbar mit einer Fußbodenheizung in allen Außenwänden und wird mit einer relativ niedrigen Vorlauftemperatur gespeist. Damit die Wärme nicht nach außen verloren geht, sind die Fachwerklehmwände mit 3 cm dicken Strohmatten zur Isolierung von innen komplett bedeckt. Auf diese Strohmatten sind die Heizungsrohre verlegt und anschließend mit einem Lehmputz überzogen worden. So wird die Wärme der Heizungsrohre auf den leicht leitenden Lehm übertragen und kontinuierlich an die Raumluft abgegeben.

Bei Sonnenschein werden die Puffer zusätzlich von einer  12m² großen Solaranlage auf dem Scheunendach gespeist. Diese ist eine wirklich lobenswerte Erfindung: so heizt im Sommer die Sonne unser gesamtes warmes Wasser und in der Übergangszeit sparen wir so manches Stück Holz.

„Angeflunscht“ an den Holzvergaser ist eine sogenannte Pelleteinheit. Diese für Notfälle installierte Heizung  soll, wenn ich einmal krank, in der Fremde weilen, oder einfach zu spät sein sollte, sich einschalten. Der Brenner schaltet auf die Pelleteinheit um und heizt die Puffer auf. Hierfür kaufe ich etwa alle 2 – 3 Jahr 1m² Pellets.

Das Holz für die Heizung kommt aus unserem Wald. Hier arbeiten wir das Kronenholz, das bei der Vermarktung des Stammholzes übrig bleibt auf. Eine schöne, aber auch sehr anstrengende Arbeit, so muß das Holz auf 1m Stückegesät werden, zum Spalter  gestellt, gespalten werden. Die gespaltenen Holzstücke werden auf die Pritsche vom Trecker geladen, zu Hause wieder zum Trocknen in den Holzstapel abgeladen werden. Nach zwei  Jahren Trockenzeit im Holzstapel (das Holz zum Heizen sollte nur noch 14% Restfeuchte haben), wird es vom Holzstapel wieder aufgeladen und auf 50cm lange Stücke gesägt und anschließend im Heizungskeller gestapelt bevor von diesem Stapel dann einfach  – per Hand  – die Heizung gefüllt werden kann.

Wie sagten die „Alten“ schon:  Holz wärmt 7x also genießen Sie die letzte Wärme und seien Sie sich auch der damit verbundenen Arbeit bewußt!

Holz ist eine nachhaltige Energiequelle und CO² neutral, die Bäume binden das CO² aus der Luft und speichern es im Holz. Beim Heizen wird dieses im Holz gebundene CO² wieder frei und hat somit nicht zur CO² Anreicherung beigetragen.

Als Ergänzung zu diesem Wandheizungssystem steht in der Guten Stube noch ein Warmluft -Kachelofen. Dieser Ofen gibt seine Wärme sofort an den Raum ab und macht die Stube gemütlich warm.

Fazit: Unser Heizung funktioniert zu 100% CO² neutral! Wobei, damuß man ehrlich sein,  die Herstellungskosten und auch der Stromverbrauch für die Steuerung der Heizung und Solaanlage nicht  in diese Aussage mit einfließt!

Strom

Der Stromverbrauch vom Hof Sickenberg liegt bei jährlich etwa 5000 –  6500kW Std. Der Strom wird von der Firma Lichtblick bezogen.

Leider ist uns bisher keine Solaranlage auf dem unter Denkmalschutz stehenden Hofensemble genehmigt worden. Hier bin ich nach wir vor aktiv um gemeinsam mit dem Denkmalschutz eine Lösung zu finden.

Fazit: hier gibt es noch Verbesserungspotential – zwar beziehen wir zu 100% Ökostrom, aber die Nutzung der Dachflächen für die eigene Stromerzeugung wäre doch sehr schön.

Kläranlage

Sickenberg ist  an keine öffentliche Kläranlage angeschlossen, das bedeutet, dass jede Hofstelle für die Entsorgung der Abwässer selber zuständig ist  und muß, wenn nicht mehr der Bestandsschutz für ältere nicht umgebaute Hofstellen gilt, eine vollbiologische Kleinkläranlage bauen.

Ich habe für die Klärung der Abwässer mich für eine Rotteanlage mit Schilfbeet entschieden. Für diese Rotteanlage ist ein 4m langer und 3m Durchmesser großer Betonring in die Erde eingelassen worden. Der Betonring wird durch eine Trennwand in zwei gleich große Hälften geteilt.

Jetzt laufen alle Abwässer des Hauses in eine Hälfte des Ringes. Zuvor wurde der Boden der genutzten Hälfte mit einer etwas 10cm dicken Holzhäckselschicht bedeckt. An der Ringbasis ist ein Rohr zum nochmals 50cm tieferen Pumpschacht. So läuft alles Wasser durch das Häckselmaterial  mit dem natürlichen Gefälle in den Pumpschacht, festes Material wird vom Häcksel aufgefangen und bleibt in der Ringhälfte. Dieses feste Material muß regelmäßig mit einer dünnen Schicht Holzhäcksel überdeckt werden und darf dann dort, bis der Schacht nach etwa 2 – 3 Jahre voll ist, rotten. Die Rottezeit verlängert sich noch um die Füllzeit der 2. Ringhälfte. Denn wenn die erste Ringhälfte  voll ist, wird das Abwasserrohr auf die 2. Schachthälfte umgeleitet und die Befüllung beginnt von vorne.

Die flüssigen Abwässer, vorgeklärt durch den Häckselfilter, werden zur Nachklärung in das Pflanzenschilfbeet gepumpt.  Dieses    1,20m tiefe, 10m langes und 3m breites ist von Schilf- und anderen Nährstoffsammelnden Pflanzen bewachsen und bringt viel Sauerstoff in den Klärkörper und nimmt gleichzeitig die Nährstoffe auf.

Am Ende der Pflanzenkläranlage sammelt sich das geklärt Wasser und kann zur Bewässerung meines Gemüse- und Obstgartens genutzt werden oder  wird in die angerenzende Wiese, also das oberflächennahe Grundwasser entlassen.

Das Holzhäcksel gewinne ich aus meinem eigenen Baum- und Strauchschnitt. Der Baum- und Strauchschnitt, zurückgeschnitten Johannisbeeren, Himbeerruten und Obstbaumschnitt sammele ich über das Jahr hinweg und lasse es einmal im Jahr von einer Gartenbaufirma häckseln. Das Hächselmaterial sammele ich in einer Kiste neben der Kläranlage.

Nach etwa 4 Jahren muß die eine gefüllte und inzwischen gut durchgerottete Hälfte des Betonrings geleert werden,  bevor es Engpässe gibt. Dieser  Abfall aus Toiletten und sonstigem Abwasser hat jetzt nichts mehr mit seinem ursprünglichen Material gemeinsam. Es hat sich zu einem schwarzen, nach Waldpilzen riechendes lockerem Substrat „verwandelt“. Dieser faszinierende Umbau erfolgt, ähnlich wie in einem Komposthaufen durch sauerstoffliebenden Mikroorganismen und Pilze. (leider werden immer wieder Binden, Feuchtetücher u. v. a. m. über die Toilette entsorgt, die ich dann per Hand aussortieren darf….)

Das Material muß per Hand aus dem Schacht geholt werden, eine zugegebener Maßen mühsame aber lohnende Arbeit, düngt doch dieses Substrat auch meine Ackerflächen.

Bei dieser Art der Abwässerklärung wird übrigens viel  CO² und auch Nährstoffe in stabilen Ton Humuskomplexen gebunden und ganz langsam wieder an die Pflanzen abgegeben.

Fazit: Eine wunderbare Verwertung unserer Recourcen: das Wasser aus den Duschen, Toiletten, Waschmaschinen u. a. m. wird geklärt an die Natur zurück gegeben oder kann auch anstelle von frischem Trinkwasser zum Bewässern genutzt werden. Die im Abwasser vorhandenen Feststoffe werden in eine stabile Form überführt und sorgen für einen Humusaufbau im Boden.

Das Baum- und Strauchschnitt Material wird sinnvoll genutzt.

Kompostierung

Alle organischen Abfälle, die im Garten und in der Küche anfallen werden in einer Kompostmiete kompostiert. Der fertige Kompost wieder als Düngemittel und zur Bodenverbesserung  zu den Pflanzen auf die Beete  zurückgegeben. Durch diese Kreislaufführung entstehen keine Abfälle die transportiert werden müssen und auch der Zukauf von zusätzlichen Düngemitteln ist überflüssig.

Die Kompostierung erfolgt in einer einfachen Mietenkompostierung. Dafür werden die anfallenden organischen Abfälle nach ihrer Struktur sorgfältig gemischt. Wichtig ist, eine Mischung aus kohlenstoffreichem Material, sprich holzig, oder strohiges Material mit stickstoffreichem Material, hier frische grüne Pflanzen zu vermengen. Bei Start einer Kompostmiete kann es sinnvoll sein etwas reifen Kompost zur Impfung einzuarbeiten.

Das in einer etwa 1m hohen und 90cm breiten Miete aufgesetzte Material  ruht dann für etwa ½ Jahr, bevor es  dann einmal umgesetzt wird. Beim Umsetzten wird das Material noch einmal gut durchmischt und man hat auch eine Kontrolle ob Bereiche im Kompost zu feucht sind und es hier zur Gärung und unangenehmen Gerüchen kommt oder ob das Material zu trocken ist und so ähnlich wie bei der Heubereitung, in eine Trockenkonservierung fällt. Hier müssen dann die entsprechenden Gegenmaßnahmen getroffen werden.

Der Kompost ist ein idealer CO² Speicher – bildet er den organischen Kohlenstoff aus den Pflanzen in stabilen Ton-Humuskomplexen und bereichert den Boden mit einem hohen Humusgehalt. Dieser ist wiederum für ein gutes Wasserhaltevermögen und eine kontinuierliche Nährstoffnachlieferung an die Pflanzen verantwortlich.

Fazit: es fallen keine organischen Abfälle an! Nach dem Vorbild der Natur werden alle organischen Abfälle auf unserem Gelände zu hochwertigen Kompost kompostiert. Dieser speichert langfristig CO², sorgt für eine Verbesserung unsere Bodenstruktur und  für die notwendigen Pflanzennährstoffe.

Nachhaltige und ökologische Bauweise

Der Hof Sickenberg ist ein Fachwerkensemble, das in der hier vor Ort traditionell Bauweise mit Holz und Lehm aus der Region gebaut worden ist. Bei  der Renovierung des Hofes haben wir diese Tradition wieder aufgegriffen  – heute spricht man von eine baubiologischen Renovierung – und  mit diesen in der Natur reichlich vorkommenden Materialien  gearbeitet. So wurde das Material, das bei der Renovierung angefallen  ist auch wieder verwendet. So haben wir den Lehm  aus den Lehmgefachen, die bei dem Austausch der maroden Fachwerkbalken, herausfallen wieder aufgearbeitet und für den Innenputz und für den Ausgleich der Wände genutzt.

Allerhand Steine die  von den Vorbesitzern als Notlösung zum Ausfüllen der Gefache verwendet worden sind, sind anschließend von mir als Wegesteine im Garten verbaut worden.

Hier wurde durch die Verwertung der vorhandenen Materialien nicht nur die Produktion neuer Steine eingespart, sondern auch die Abfallentsorgung vermieden.

Natürlich habe ich darüber hinaus Baumaterial benötigt.  Hier wurden dann Lehmsteine und Lehmputze verarbeitet. Diese Materialien benötigen für die Herstellung deutlich weniger Energie und haben somit einen deutlich niedrigeren Co² Ausstoß als Baustoffe auf Beton oder Gipsbasis. Leider macht sich diese positive Umweltbilanz nicht am Preis der Baustoffe bemerkbar.

Auch für den Innenausbau habe ich Naturfarben, Kasein oder Lehmfarben verwendet und für die farbliche Gestaltung die Farben mit Pigmenten gemischt.

Fazit: eine ökologische Bauweise die wenig Energie bei der Herstellung der Baustoffe verbraucht hat und wiederverwendbar ist. Darüber hinaus sorgt diese Bauweise heute für ein sehr angenehmes Wohnklima.

Der nachhaltige Betrieb vom Hofcafé und Pension Hof Sickenberg

Mit öffentlichen Verkehrsmittel erreichbar

Der Hof Sickenberg liegt 4km vom Bahnhof in Bad  Sooden Allendorf entfernt. Jetzt hat man die Möglichkeit sich von dort aus sich mit einem Taxi hierher bringen zu lassen, sein Fahrrad mitzunehmen und hier her zu fahren oder auch die landschaftlich sehr schöne Strecke zu Fuß zu bewältigen. Für alle Gäste die es auf sich nehmen und ohne eigenes Auto  anreisen, gibt es ein kleines nachhaltiges Dankeschön.

Verwendung ökologischer Reinigungsmittel

Das ist für mich selbstverständlich: hier wird Spül- und Putzmittel von Frosch oder Sodasan verwendet. So wird als Reinigungsmittel zum Wischen das Orangenkonzentrat von Sodasan und für die Bäder Essigreiniger, für die Toiletten Reiniger  von Frosch benutzt. Diese Reinigungsmittel sind biologisch abbaubar und gelangen ja unmittelbar ins Abwasser und somit in die hauseigene Kläranlage. Den daraus gewonnenen Kompost möchte ich guten Gewissens auf meinem Land wieder ausbringen.

Einsatz von Haushaltsgeräten

Hier ist die Verwendung von Haushaltsgeräten der Klasse A+++ selbstverständlich. Ich habe 3 Tiefkühltruhen und zwei Kühlschränke für den Hofcafé- und Pensionsbetrieb.

Waschmaschine und Wäsche trocknen

Natürlich habe ich bei dem Kauf der Waschmaschine auf ein langlebiges und wassersparendes Gerät geachtet und verwende zum Waschen ökologische Waschmittel, die zu 100% abbaubar sind. Die Wäsche wird dann zum trocknen auf Leinen gehängt und darf an der Luft und Sonne trocknen. Der Trockner kommt nur  in Notfällen zum Einsatz. Das heißt, wenn wir die Wäsche nicht innerhalb eines Tages auf den Wäscheleinen getrocknet bekommen und auf das Zimmer anreisende Gäste warten. Oder Gäste ihre Kleidung gewaschen haben möchten und diese am nächsten Tag wieder für die Fortsetzung ihrer Reise benötigen.

Abfall – Vermeidung

Die Abfallvermeidung liegt mir wirklich am Herzen. Abfall der gar nicht erst entsteht ist der Beste.  Hier möchte ich mir die Natur zum Vorbild machen: auch in der Natur gibt es keine Abfälle – hier ist jeder Abfall auch ein Produkt für die nächste Verwertungskette! Viele Produkte die ich für das Hofcafé und auch für die Pension benötige erzeuge ich hier Vorort hier auf dem Hof mit unserer Landwirtschaft. Für diese Produkte fallen keine Transportkosten an, sie benötigen keine Verpackung und müssen nicht eingelagert werden.

Die Abfälle aus der Obst- und Gemüseverwertung die wir nicht essen möchte, zum Beispiel die Schale der Kartoffeln, die Kohlblätter  oder Kerngehäuse der Äpfel  sind für die Schafe eine willkommen Abwechslung in ihrem Speiseplan. Sollten Teile anfallen, die die Schafe nicht mögen oder Vertragen wandern diese auf den Kompost und verrotten dort zu wertvollen Dünger (siehe Kompost). Sollten tatsächlich einmal gekochte Abfälle übrig bleiben, sind diese für meine Hühner eine willkommen Ergänzung ihres Futters. Da sie als Allesfresser  auch gerne Tierische Abfälle verspeisen  sind hier auch einmal schlecht geworden Milchprodukte oder Speisereste willkommen.

Beim Einkauf werden in Kooperation mit dem Biobäcker Schill Backzubehör, Rosinen, Speisestärke, Kakao, Schokolade, in Großgebinden gekauft. Milchprodukte müssen leider beim örtlichen Tegut bezogen werden – selbstverständlich in Bioqualität. Hier fallen die üblichen Verpackungen an.

Mehl wird in 25kg Papiersäcken von dem Biolandbetrieb Reulein & Schöne in 8km Entfernung bezogen. Diese Papiersäcke werden selbstverständlich weiter verwendet.

Für den Verkauf unserer Produkte arbeiten wir möglichst Verpackungsfrei, oder verwenden, wie es schon meine Großmutter gemacht hat – Zeitungspapier zum Einschlagen!

Fazit: Leider fallen immer noch Verpackungsabfälle an, die ich über den Grünen Punkt entsorge, aber wir sind schon auf einem guten Weg.

Anbau unseres Gemüse und Obst

Der Hof Sickenberg baut sein Gemüse und Obst für das Hofcafé, die Pension und auch für die eigene Familie selber an.

Das Gemüse wird frisch aus dem Garten in die Küche geholt und dort zu schmackhaften Gerichten verarbeitet. Im Hofcafé wird regelmäßig eine Suppe aus dem hofeigenem Gemüse, entsprechend der Saison angeboten. Für die Kochkurse wird alles Gemüse aus dem eigenen Garten, zum Beispiel beim Weihnachtsmenü kommen der Rotkohl, die Äpfel und Zwiebeln aus meinem Garten. Hier gibt es nur wenige Bestandteile (z. B. Ingwer, Zitronen,) die zugekauft werden müssen.

An Obst wird eigentlich alles angebaut, was in unseren Breitgraden wächst und das genau ist auch ein wichtiges Ziel meines Anbaus: die Vielfalt unserer Produkte zu erfahren.  So starten wir mit Rhabarber im April und beenden das Jahr mit der Ernte unserer  Mispeln, die zu schmackhafter Marmelade und Chuthney verarbeitet werden. Alles Obst wird für die Kuchen und Torten benötigt, oder zu Saft,  Marmelade, Sirup, Chuthney  verarbeitet. Lagerfähige Sorten  von Äpfeln, Birnen und Quitten,  hier haben wir schon bei der Sortenwahl diese Eigenschaften beachtet,  können wir über Winter gut in der Scheune einlagern oder es wird getrocknet und so in den Winter gerettet.  Sie bekommen frische,  manuell von uns produzierte Lebensmittel aus unseren eigenen Land- und Gartenwirtschaft, hergestellt ohne chemische Pestiziede und künstliche Düngemittel.

Fazit: Wir ermöglichen ihnen einen wirklich hoffentlich angenehmen nachhaltigen Urlaub – Sie können die Seele baumeln lassen, die Natur und meinen Garten genießen  und es soll Ihnen auch an nichts fehlen. Und Sie dürfen sich zurücklehnen: bei  Ihrem Aufenthalt hier steigern Sie ihre persönlichen CO² Bilanz nicht!

Sie erinnern sich: um die Erde lebenswert zu erhalten darf jeder Deutsch zukünftig um die Klimaziele zu erreichen nur 2,5t CO² emittieren, ab 2050 nur noch 1 t. (zurzeit verbrauchen die Deutschen ca.  9 – 11t CO²).

Meine Fahrwege für den Betrieb

Natürlich muß auch ich Produkte zukaufen, Termine wahrnehmen, Kooperationspartner besuchen und für diese Fahrwege nutze ich bisher meine Caddy – ein herkömmliches Dieselauto. Dieses Auto ist mit allen Nachteilen für den nachhaltigen Verbrauch verbunden.

Aber seit April habe ich ein mit einem e Motor ausgestattetes  Lastenfahrrad. Hiermit transportiere ich viele Einkäufe von Bad Sooden Allendorf zu mir den Berg hoch, halte mich fitt und habe viel Spaß.

Natürlich können auch Sie dieses Fahrrad für Ausflüge nutzen.

Fazit: Das Dieselfahrzeug wird wann immer möglich durch Fahrten mit dem neuen Lastenfahrrad ersetzt. 

Der Nachhaltige Betrieb unserer Bioland Landwirtschaft

Insgesamt bewirtschafte ich hier auf dem Hof 21ha. Davon wird  ein Teil mit Beerenobst, Gemüse und Streuobstflächen bewirtschaftet. Das Beerenobst und Gemüse wird frisch im Hofcafé „veredelt“ und zu leckeren Speisen verarbeitet. Hier können wir natürlich ohne Verpackungen, ohne Transportkosten agieren. Der Vorteil für sie: es  kommt ohne Kühlung und Verpackung aus: frischer geht es nicht!

Die weiteren Acker- und Grünlandflächen werden  nach Biolandkriterien bewirtschaftet und hier gestalte ich die Fruchtfolge vielfältig mit einem hohen Leguminosenanteil  so, dass selbstverständlich keine künstlichen Düngemittel und Pestizide zum Einsatz kommen. So  wird auch der  Maschineneinsatz gering gehalten.

Fazit: Meine Bioland Landwirtschaft erzeugt mehr Nahrungsmittelenergie als sie zur Erzeugung verbraucht – was bei einem Kennzahlenvergleich mit  der konventionellen Landwirtschaft nicht möglich ist.

Ja und jetzt fallen mir noch viele Kleinigkeiten ein: meine Wolle der Schafe kardiere, spinne und versticke sie zu viele Pullis, Jacken, Handschuhen, Bettsocken – nachhaltiger geht es nicht.

Auch die Versiegelung der Flächen versuche ich absolut zu minimieren –  die Wege und Parkplätze sind nur geschottert, und auch für den Cafébetrieb ist nur ein kleiner Teil mit Platten ausgelegt. Ansonsten stehen die Tische auf dem Rasen.

Fazit: An diesem Weg zur Nachhaltigkeit wird ständig nach dem Prinzip: mit Nachdenken zur Nachhaltigkeit, weitergearbeitet.

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